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Rückblick: Mobil sein und bleiben - SBB Kurs im HB Zürich

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Ein toller Vormittag im Hauptbahnhof Zürich!

Die Regionalgruppe ZüriLeu traf sich am 16.Juni zu einem höchst gelungenen Anlass – Der Verband „Fussverkehr Schweiz“ lud uns auf Anfrage zu einem sehr informativen Vormittag zum Thema „Mobil sein und bleiben“ ein.

Die verantwortliche Leiterin – Frau Marlene Butz – delegierte die Aufgabe an zwei junge sympathische Männer – Domenik Bucheli und Adrian Halter – welche uns um 09.00 beim Gruppentreff in der Haupthalle des Hauptbahnhof Zürich in Empfang nahmen.

Im perfekt eingerichteten Konferenzraum „Limmat“ stellten die Beiden, nach einer kurzen Begrüssung und Einleitung, das Programm und die Referenten vor.
 
Frau Andrea Miculeczky – Vertreterin der Stadtpolizei Zürich – zeigte uns erst einen witzig gemachten Film über die alltäglichen Probleme der älteren Generation im und mit dem Verkehr. Im anschliessenden informativen Vortrag zeigte Sie auf, was sich gegen früher verändert hat - schneller, dichter, mehr Signale - und auf was es im heutigen Strassenverkehr ankommt. Ihre Aussage – „Wir müssen ein Miteinander und nicht eine Gegeneinander“ aufbauen, unterstrich sie mit eindrücklichen Beispielen und Dias. So zeigte sie uns ein Dia aus der Perspektive eines Autofahrers und fragte, ob jemand einen Fussgänger auf dem Streifen erkennen könne: Keiner konnte das – erst eine Zusatzeinstellung zeigte uns einen wartenden Menschen am Strassenrand, welcher durch seine dunkle Kleidung im Profil des hinter ihm stehenden Baumes unsichtbar blieb. Ein Beweis, dass Autofahrer oft gar nicht die Möglichkeit haben, den Fussgänger zu sehen beziehungsweise rechtzeitig anzuhalten. Es ist Pflicht und auch Selbstschutz des Fussgängers, sich bewusst zu machen, wann das Überqueren einer Strasse gefahrlos möglich ist. Auch zu den Gefahren bei älteren, behinderten und jugendlichen Verkehrsteilnehmern bekamen wir viel Wissenswertes und zum Teil erstaunliches Neues zu hören.
Ebenfalls bekamen wir reichlich Geschenke – so u.a. einen Reflektor-Streifen, der uns Fussgänger für den Autofahrer erkennbarer macht.
 
Frau Miculecky und ihr Amt sind gerne bereit, auch andere Gruppen zu schulen: Interessenten können beim Autor die Kontaktadresse anfordern.
 
Als Gastgeber der SBB begrüsste uns darauf Herr Heinz Heizmann mit einem mit viel Herzblut vorgetragenen Referat. Herr Heizmann ist seit vielen Jahren bei der SBB und nun verantwortlich für Organisation und Reiseleitung Spezialreisen.
 
Er zeigte uns an Hand von klar verständlichen Dias die Funktionen der verschiedenen Billettautomaten – so die des "gemütlichen" Berner-Automaten und die des "nervösen" Zürcher-Automaten, die Unterschiede der ZVV- und der SBB-Vergünstigungen sowie die Ticketbestellung über das Internet und das Handy.
 
Im Anschluss führte er uns durch die „heiligen“ Hallen des europaweit grössten Bahnhofs: Mit einigem Staunen erfuhren wir dabei, dass der HB Zürich grösser als der Bahnhof Mailand und München sei.
In der grossen Halle verstand er es, in farbig nostalgischen Bildern uns an die Zeit der Spanisch-Brötli-Bahn (stammt von den Spanisch Brötli, einem Gebäck aus Baden) zu erinnern. An den Billettautomaten hatten wir dann die Gelegenheit zu üben und Fragen zu stellen. Anschliessend führte er uns in den neueren Teil des imposanten Bahnhofs: Zuerst in die Querhalle, wo täglich über 3000 Züge ankommen und wegfahren. Bei all dieser bis ins Detail geplanten Hektik gibt es täglich ein zu beobachtendes Phänomen: In jeder Stunde in den Minuten 12 und 13 sowie in den Minuten 42 und 43 ist die Halle leer! Dies ist die Folge des Taktfahrplans. Dann sieht man tatsächlich vom Gleis Nr. 3 über alle die 15 dann leerstehenden Gleise auf das Landesmuseum: Imposant!
 
Herr Heizmann führte uns in das Untergeschoss, zeigte die Abfahrsthalle zu den Geleisen 21-24 der S-Bahn, welche vornehmlich ins Zürcher Oberland führen und erklärte uns: "Wir brauchen heute keinen gedruckten Fahrplan mehr. Dank Taktfahrplan weiss ich, wann und wohin ein Zug in meine gewünschte Richtung fährt."
 
Danach besuchten wir den Zusatzbahnhof auf der gegenüberliegenden Seite mit den Geleisen 1+2, also der Sihltal- sowie Üetlibergbahn und dann die Geleise 51-54, welche hauptsächlich für die Erschliessung der Pfnüselküste (also linkes Zürichseeufer) und Oerlikon Wallisellen bzw. Kloten, Flughafen etc. dienen.
 
Zurück im Konferenzraum bekamen wir weitere Informationen und jeder der noch anwesenden Teilnehmer einen 20 Franken-Gutschein der SBB.
 
Die Teilnehmer dankten den Referenten und dem organisierenden RG Gruppenleiter für den interessanten und abwechslungsreichen Vormittag mit einem warmen Applaus. Der krönende Abschluss aber machte ein Mittagsessen im SBB-Personalrestaurant Oase: Dieser Geheimtipp verdient den Namen mit vollem Recht. Es ist DIE OASE im hektischen HB Zürich – ruhig, gediegen, sauber. Die Küche exzellent, das Buffetpersonal von einer kaum mehr zu übertreffenden Freundlichkeit. Das Essen ist gut, günstig und hervorragend präsentiert und zubereitet. Ein Lob der tüchtigen Mannschaft unter der freundlichen Leiterin Frau Catherine Ferrez-Diallo. Sollte jemand einen Event dort planen, kann er beim Autor gerne die Kontaktadresse für die Reservation anfragen.
 
Text: Hanspeter Z'graggen
 
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